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Auszüge aus dem Gemeindebrief Januar-Februar 2012 als PDF:
Liebe Schwestern und Brüder in Stammheim, Glauberg, Bingenheim, Blofeld undLeidhecken!
„Du hast uns, Herr, gerufen!“ mit diesen Worten eines Kirchenliedes grüße ich Sie herzlich.
Meine Familie und ich sind am 1.Juli 2011 nach mehr als neun Dienstjahren in Südafrika wieder in Deutschland gelandet. „Herr, du hast uns gerufen!“ Diese Erfahrung haben wir als Ehepaar auch mit unserer Rückkehr nach Deutschland gemacht. Ende Mai diesen Jahres wurde ich als zukünftiger Inspektor des Chrischona Gemeinschaftswerkes von der Delegiertenversammlung in Worms bestätigt.
„Du hast uns, Herr, gerufen“ Das Wort „uns“ spricht bekanntlich eine Mehrzahl an. Auf der einen Seite hat uns unser Herr zu sich gerufen. Gemeinsam wollen wir ihm im Alltag nachfolgen. Jesus Christus ruft uns aber nicht zuerst an die Arbeit, sondern zu sich. Ihm sollen wir folgen. Die Hinwendung zu ihm macht uns fähig zusammen den Menschen in unserem Ort zu dienen. Die Kraft dazu müssen wir nicht selber aufbringen. Gott will uns in unserem Innersten beschenken, damit wir fähig sind weiterzugeben ohne auszubrennen. Unter diesem Umstand möchte ich mit Ihnen mutig anpacken und gemeinsam Menschen zu Jüngern machen. Dazu stehen wir miteinander im gesamten Chrischonawerk am Start. Ich freue mich auf die Begegnungen mit Ihnen in den Gemeinden und bin gespannt, was wir für Gott bewegen können. Er hat uns gerufen.
In den nächsten Wochen bis zum 1.Januar 2012 wird mich Inspektor Rainer Geiß in die verschiedenen Bereiche meiner Arbeit einführen. Schon jetzt besuchen wir alle Sitzungen und Teamtreffen gemeinsam. Immer wieder stelle ich Fragen und bekomme sie geduldig beantwortet. Ich gewinne z.B. Einblicke in Gemeindeentwicklungen, in die Zusammenarbeit mit der Kirchenleitung der EKD, in Leitungsteamarbeit auf St. Chrischona und am TSC, Finanz-, Versetzungs-, Weiterbildungsfragen, missionarische Initiativen im Chrischona Gemeinschaftswerk, Regionalleitung, Geschäftsführung und Literaturarbeit.
Vielen Dank, wenn Sie diese Einarbeitungsphase und die Dienstphase im Gebet mittragen. Wie erwähnt haben wir uns als Familie in Hessen niedergelassen. In der Nähe der Geschäftsstelle in Gießen wohnen wir in einem Einfamilienhaus mit einem kleinen Garten. Unsere beiden großen Kinder besuchen das Gymnasium und unsere Jüngste bekam einen Kindergartenplatz in der Parallelstraße. Geplant ist, dass meine Frau Tabea zukünftig zu einem kleinen Anteil als Sekretärin in der Geschäftsstelle mitarbeiten wird. Wir möchten unsere Gaben zusammen in die Arbeit einbringen, wie wir das in unserer Dienstzeit bislang immer tun konnten. Dankbar sind wir für Gottes Führung.
Im Gebet und im gemeinsamen Bemühen um Menschen verbunden grüßt Sie herzlich Ihr Wieland Müller mit Familie
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Der traditionelle Perusonntag ist am 13. November. In diesem Jahr wird es neben dem üblichen Angebot an Büchern und Kalendern einen Flohmarkt mit Weihnachtsartikeln geben. Schauen Sie doch mal nach, von welchen Dekorationsartikeln, Kerzenständern und Christbaumkugeln Sie sich trennen möchten, und bringen Sie sie bis zum Dienstag, dem 08.11. nach Stammheim. Der Erlös geht vollständig an die Kinderhilfe Arequipa. Die Sachen sollten noch funktionsfähig und in verkaufsfähigem Zustand sein. Was nicht verkauft wird, wird wieder zurückgegeben.
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Woche der Versöhnung
Nichts ist im Glauben wichtiger und fordert uns gleichzeitig so heraus wie die Versöhnung, d.h. in geklärten Beziehungen – nicht nur zu Gott, sondern auch den Mitmenschen zu leben. Die Bibel ist voll von Versprechen, was Gott Gutes bewirkt, wenn wir uns um Versöhnung bemühen, sie zeigt uns aber auch die Konsequenzen auf, wenn wir uns dem entziehen. Nichts fördert unser Leben mehr als Versöhnung und nichts hemmt uns so sehr wie Unversöhnlichkeit, vor allem auch bei Konflikten, die in der Vergangenheit liegen und bisher verdrängt wurden. Das gilt für unser persönliches Leben, wie auch für das Miteinander in der Gemeinde.
Deshalb möchten wir uns im Dezember eine Woche lang sehr bewusst und intensiv mit diesem Thema beschäftigen. Neben den biblischen Grundlagen wird es auch um praktische Fragen rund um die Versöhnung gehen, denn selbst wenn uns die Notwendigkeit bewusst ist, Geschehenes aufzuarbeiten und offene und verdrängte Konflikte zu klären, scheitert es nicht selten daran, dass uns neben dem fehlenden Mut verschiedene Unsicherheiten abhalten können. Diese „Woche der Versöhnung“ wird Antworten und Hilfestellung geben, aber auch Raum lassen, das Erkannte umzusetzen.
Beginnen werden diese Tage mit einem Festgottesdienst:
So, 4.12., So ist Versöhnung, so muss der wahre Friede sein, wo wir Gott für seine Vergebung danken, die er uns schenkt.
Abgerundet wird das Programm durch den Abschlussgottesdienst:
So, 11.12., So ist Versöhnung, so muss die wahre Freiheit sein, wo wir Gott für die erlebte Vergebung untereinander danken und zusammen das Abendmahl feiern.
Beide Gottesdienste finden um 10 Uhr in Stammheim statt.
Unter der Woche wird jeweils um 19:30 Uhr – ebenfalls in Stammheim - ein Aspekt zum Thema „Vergebung und Versöhnung“ im Form einer kurzen Abendandacht behandelt. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, das Thema durch verschiedene im Gemeindehaus verteilte Stationen zu vertiefen. Hierbei werden alle Sinne angesprochen.
Bei diesen Abendandachten werden folgende Themen aufgegriffen:
Mo, 5.12.: Wann versöhnen? Erkennen, wo Versöhnung nötig ist
Versöhnung? Das betrifft die anderen! Die Bibel macht uns allerdings unmissverständlich klar, dass dies ausnahmslos jeden Christen betrifft. Aber wie merke ich nun, dass ich schuldig an anderen wurde? Wie erkenne ich, wenn jemand anderes an mir schuldig wurde? Soll ich insgeheim vergeben oder das Gespräch suchen? Was ist wann dran?
Di, 6.12.: Endlich frei! Die Vergangenheit bereinigen
Eine große Lüge des Teufels in Bezug auf die Versöhnung lautet: „Die Zeit heilt alle Wunden“. Gefühle des Ärgers über jemand anderen, der einem geschadet hat oder das schlechte Gewissen, wenn wir anderen Unrecht getan haben, sind in Wahrheit treue Begleiter unseres Lebens. Und noch mehr: Sie nehmen uns gefangen und blockieren uns. Wie viel Freiheit steckt darin, Versöhnung zu leben und die Wunden der letzten Jahre und Jahrzehnte endlich heilen zu lassen?! Aber was, wenn ich keinen Mut zur Versöhnung finde?
Mi, 7.12.: Aufeinander zugehen! Wer macht den ersten Schritt?
Wer sollte ein klärendes Gespräch anstreben? Derjenige, der schuldig wurde? Was aber, wenn beide Parteien die Schuld beim jeweils anderen entdecken oder zu entdecken meinen? Die Bibel gibt eine klare Antwort auf dieses knifflige Problem.
Do, 8.12.: Versöhnung praktisch. Wie macht man das eigentlich?
Vergeben ist schwer, um Vergebung bitten ebenso sehr. Wie wird Versöhnung eigentlich konkret gelebt? Wie bittet man jemand um Vergebung und wie vergibt man persönlich einem anderen? Welche krummen und welche geraden Wege können wir dabei gehen?
Fr, 9.12.: In Ordnung bringen. Was zur Versöhnung dazugehört
Gott und Menschen haben uns in einem konkreten Fall vergeben. Was, wenn ein Gefühl zurückbleibt und man spürt, dass es da noch etwas zu erledigen gibt?
Sa, 10.12.: Hindernisse erkennen. Wie gehen wir damit um?
Wer sich auf die Versöhnung einlässt, dem können verschiedene Umstände das Leben schwer machen:
· Vergeben und vergessen? Was, wenn die Gefühle nicht mitspielen?
· Und wenn der andere sich gegen eine Aussprache sperrt?
· Ich habe vergeben, aber der andere schadet mir weiterhin
· usw.
Während den Abenden steht eine Box parat, in die noch offene Fragen zur Vergebung und Versöhnung eingeworfen werden können. Es ist gut möglich, dass bei den geplanten Veranstaltungen nicht alle Ihre Fragen beantwortet, bzw. neue aufgeworfen werden. Diese Fragen werden dann – so weit möglich – im Rahmen des Abschlussgottesdienstes aufgegriffen. Sie dürfen mich aber auch gerne direkt darauf ansprechen.
Machen Sie sich eines bewusst: Sie werden nie so viele (mehr oder weniger) gute Gründe finden, nicht zu kommen, bzw. das ganze Thema „Versöhnung“ von sich wegzuschieben! Der Feind wird alles tun, Sie von diesem Thema fernzuhalten! Bedenken Sie die innere Freiheit und Freude, die Jesus Ihnen z.B. im „Vater unser“ (Mt. 9,14) verspricht, wenn Sie sich auf diesen Weg einlassen: Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben. Aber auch das auf andere zugehen und „um Vergebung bitten“ gehört untrennbar zum Christsein dazu. Ich lade Sie herzlich ein, bereits heute für diese Woche zu beten, dass wir etwas von dem hören, aber vor allem auch spüren und erleben, was Versöhnung für uns, unsere Familien und unsere Gemeinde bedeutet und wie sie uns bewegt, befreit und verändert. Lassen Sie uns dies zusammen als Gemeinde erleben.