Angedacht

 

 

Anders als man denkt!

  

Ein Freund bekommt Nachwuchs, er wird

zum ersten Mal Vater. Auf die Frage wie fit

er denn schon für die Babypflege ist, die

Antwort: „Das macht alles meine Frau, die

geht darin so richtig auf.“

Beim nächsten Treffen wirkt er etwas müde,

redet von Blähungen, vom Zähne kriegen

und durchwachten Nächten.

„Das macht alles meinen Frau“……. und

erstens kommt es anders, und zweitens als

man denkt!

Wer kennt diese oder ähnliche Situationen

nicht aus eigener Erfahrung.

Alles war so schön von mir geplant, dann

kommt es doch anders.

In der Bibel scheint dieses „anders als

gedacht“ ein normales Prinzip zu sein:

􀀀 Da soll ein neuer König gesalbt werden,

alle großen Brüder werden weggeschickt

und man ist schon ratlos, aber da ist noch

einer - es ist der Kleinste

􀀀 Joseph in Ägypten – hatte er sich nicht

endlich am Hause Potifars hochgearbeitet,

dann landet er plötzlich wieder im Knast

􀀀 Saulus verfolgt die Christen wo er nur

konnte, sein Ruf als Christenjäger eilt ihm

voraus, dann begegnet er Jesus und wird

sein größter Botschafter

􀀀 Der Gelähmte an der schönen Pforte am

Tempel wollte eigentlich nur Geld, aber das

hatten die beiden Jünger nicht –dafür wurde

er geheilt

Biblisch wollen wir sein, legen uns genau

zurecht, wie der Glaube funktioniert. Und

dann kommt Gott und macht es anders als

gedacht, zerstört unsere schönen

Vorstellungen. Wir begegnen Christen, die

auch den Anspruch haben biblisch zu leben

– nur halt ganz anders als wir. Da erleben

wir Gottesdienste, Gebete, Eindrücke und

Ermutigungen – aber nicht so wie wir es

gewohnt sind. Und Gott mutet uns diese

Spannung zu.

Bald feiern wir Ostern. Der Anfang eine

ziemliche Zumutung für die Jünger. Erst die

Hoffnung am Palmsonntag: Jetzt zeigt

Jesus allen wer er ist, jetzt wird aufgeräumt,

jetzt kommt Jesus groß raus – und dann die

Verhaftung und Kreuzigung – anders als

gedacht.

Nach Golgatha die Zeit der Verzweiflung,

der Resignation, alle waren mutlos, es

scheint alles verloren – und dann kommt

Ostern, das leere Grab, der Gekreuzigte

wird zum Auferstandenen – anders als

gedacht.

Vielleicht wird uns Gott in diesem Jahr

überraschen und es kommt anders als

gedacht.

Was aber feststeht – für alle Ewigkeit –

unverrückbar - die Aussage von Ostern:

Er ist nicht hier, er ist auferstanden!

Der auferstandene Jesus, sitzend zur

rechten des Vaters, Jesus ist Herr – für

immer.

Eine gesegnetes Ostern und Pfingsten

wünscht

 

 Rainer Kaschig

(Gemeindeleiter)

 

 
 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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